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Somatoforme Störungen
Bei
ca. jedem fünften Patienten, der wegen körperlicher Beschwerden
einen Arzt aufsucht, kann trotz vielfältiger medizinischer Untersuchungen
keine eindeutige körperliche Ursache für geschilderten
Beschwerden gefunden werden. Wenn der Patient trotz der fehlenden medizinischen
Befunde weiterhin der Auffassung ist, dass er körperlich krank
sei, weiterführende medizinische Untersuchungen verlangt und sich
durch seine Beschwerden in wichtigen Lebensbereichen stark beeinträchtigt
fühlt, sollte die Diagnose einer somatoformen Störung in Erwägung
gezogen werden. (Brähler & Schumacher,
2001)

Die vom Patienten geschilderten Beschwerden sind meist vielfältig
und legen auf den ersten Blick eine körperliche Verursachung nahe.
Die Beschwerden können alle Teile des Körpers betreffen.
Viele Patienten leiden unter multiplen Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen,
Rückenschmerzen, Gesichtsschmerzen, Muskelschmerzen,
Beschwerden im Magen-Darm-Bereich), es kann aber auch zu Beschwerden
des Herzens oder der Atmungsorgane sowie zu neurologischen Symptomen
wie Schwindelgefühl, Gangunsicherheit oder Muskelschwäche
kommen. Menschen mit somatoformen Störungen leiden trotz der
fehlenden Befunde oftmals genauso stark unter ihren Beschwerden
wie Menschen, die tatsächlich körperlich krank sind. Es fällt
ihnen jedoch oftmals sehr schwer, eine psychische Verursachung
ihrer Beschwerden (z.B. durch Stress, Überlastung
oder zwischenmenschliche Konflikte) zu akzeptieren oder auch nur in
Betracht zu ziehen.
Definition
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Das Vorhandensein von körperlichen Symptomen, die einen
medizinischen Krankheitsfaktor nahe legen ...
-
...
und die durch einen medizinischen Krankheitsfaktor, die Wirkung
einer Substanz oder eine andere psychische Störung nicht
vollständig erklärt werden können.
-
Die
Symptome müssen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden
oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder
anderen wichtigen Funktionsbereichen verursachen.
(DSM-IV)
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(Laut der Typologie aus "körperlich Beschwerden"
handelt es sich also um den Typ (2), die "sich krank fühlenden
körperlich Gesunden".)
Klassifikation
In der Klassifikation laut DSM-IV werden folgende Störungsgruppen
unterschieden:
Die Somatisierungsstörung (historisch auch
als Hysterie oder Briquet-Syndrom bezeichnet) ist eine polysymptomatische
Störung, die vor dem 30. Lebensjahr beginnt, über mehrere
Jahre anhält und charakterisiert ist durch eine Kombination von
Schmerz, gastrointestinalen, sexuellen und pseudoneurologischen Symptomen.
Die Undifferenzierte Somatoforme Störung ist charakterisiert
durch nicht erklärbare körperliche Beschwerden, die mindestens
sechs Monate bestehen und unterhalb der Schwelle für die Diagnose
einer Somatisierungsstörung liegen.
Die
Konversionsstörung umfaßt nicht erklärbare
Symptome oder Ausfälle der willkürlichen motorischen oder
sensorischen Funktionen, die eine neurologische oder sonstige somatische
Störung nahelegen. Es wird angenommen, daß psychische Faktoren
eng mit den Symptomen oder Ausfällen zusammenhängen.
Hypochondrie ist die übermäßige Beschäftigung
mit der Angst oder Überzeugung, eine ernsthafte Krankheit zu haben,
was auf einer Fehlinterpretation von körperlichen Symptomen oder
körperlichen Funktionen durch die betroffene Person beruht.
Die Schmerzstörung ist charakterisiert durch Schmerzen,
die im Mittelpunkt der klinischen Aufmerksamkeit stehen. Zusätzlich
wird psychischen Faktoren eine wichtige Rolle bezüglich Beginn,
Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen beigemessen.
Die Körperdysmorphe Störung ist gekennzeichnet durch die übermäßige
Beschäftigung mit einem eingebildeten oder überbewerteten
Mangel oder einer Entstellung des körperlichen Aussehens.
Die Körperdysmorphe Störung ist gekennzeichnet
durch die übermäßige Beschäftigung mit einem eingebildeten
oder überbewerteten Mangel oder einer Entstellung des körperlichen
Aussehens. (DSM-IV)
Ursachen
u. Behandlung
Chronisches Krankheitsverhalten
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